radareins.de

Ein Fotoblog von Jan-Paul Kupser.
Archive for November, 2007

Ein Türmlein steht…

…alleine, ganz still und stumm. Der Himmel gestern abend war einfach phänomenal. Eine perfekte Möglichkeit zu Blauer Stunde das neue Teleobjektiv mit dem schicken „L“ drauf mal auszuprobieren.. 😉

Erst einmal: Was ist die „Blaue Stunde“?

(mehr …)

Jipie!! Ich bin auf…

…chip.de zu sehen! Und ein Foto von mir gehört damit zu den „111 schönsten Fotos der Chip Online-Leser“! *freu* 😀

Link: Klick mich!!

Im Oktober hatte ich irgendwann mal mit dem Foto „Akademie der Künste“ dort teilgenommen, da es außerdem reizvolle fotografische Sachpreise zu gewinnen gab. Gewonnen hab ich bei der Verlosung leider nichts, aber auf der Seite zu erscheinen, finde ich schon irgendwie toll 😉

Na denn, ich teste gerade meine neues Teleobjektiv und bin sehr sehr bald wieder mit neuen Fotos zurück!

Absolut motiviert (!),
Powl

PS: Vielen Dank für den netten Kommentar von „Jay“! Sonst hätte ich das mit Chip wohl vergessen 😉

Eventfotografie ist…

…schwierig, anstrengend und hat im Grunde wenig mit Kunst zu tun. Dafür ist sie wahnsinnig spannend, denn du weißt nie, was du bekommst. Man agiert ausschließlich spontan und versucht die atemberaubendsten Momente einzufrieren. Da ist nichts mit „Bildkomposition in Ruhe überlegen“ oder „auf das richtige Licht warten“. Klack-klack-klack… immer schön die Serienbildfunktion laufen lassen und auf niedrigen Ausschuss hoffen 🙂 Das ist mein Eindruck, den ich gestern Abend auf meinem 4. fotografischen Tanz-Event bekommen habe.

Natürlich kam nur ein Objektiv in Frage: Das Canon EF 50mm f/1,8. (Auch wenn der nicht-Ultraschallmotor langsam und kläglich rumgekrächzt hat wie ein alter Hahn! Da wäre ein EF 50mm f/1,4 USM doch viel besser… 😉 ) Bei Events oder Konzerten ist Licht eigentlich immer Mangelware (ISO 800 oder 400, 1/100-1/125s).
Dafür habe ich auch den Blitz einsetzen müssen (Speedlite 430EX), der indirekt an die Decke gerichtet wurde. Dies verhinderte das sogenannte „Totblitzen“ der Motive, da das Licht ganz natürlich und diffus von der Decke reflektiert wurde (diese war zum Glück niedrig genug).
Dabei muss man immer bedenken: Man zieht beim Einsatz des Blitzgerätes zwangsläufig den Zorn der Zuschauer auf sich… diese finsteren Blicke werde ich so schnell nicht vergessen.. 😀 Oh Gott! Diese Blicke!! 😀

Liebe Zuschauer, es tat mir leid, für den ersten Moment. Doch als ich die signifikant besseren Ergebnisse mit Blitz sah, war es mir, leider, sehr egal! 😛

Weiterhin haben Beleuchter bekanntlich Spaß am stroboskopartigen Wechsel von Farbfolien ihrer Spots, sodass der Weißabgleich absolut in die Tonne getreten werden konnte.
Wichtig hierbei: Ich habe ausschließlich in RAW fotografiert, eine Korrektur der Belichtung um +-2 Blenden sowie ein anschließender manueller Weißabgleich waren dadurch möglich. Mit JPG wären diese Ergebnisse nicht vorstellbar gewesen.

Die Fotos befinden sich in der neuen Galerie „Events“!

Und zwar HIER

Viel Spaß!

Nippelgeschädigt,
Powl

PS: Blumenfotos finde ich so langweilig wie Zoofotografie.

PPS: In der Citylife-Galerie ist ein neues Foto.

Eine kleine Variation…

…der Blume. Die kräftig-rote Rose im Vordergrund gehört ja wohl eher zum (Quasi-)Hintergrund. Das hat mir schlaflose Nächte bereitet.

Hier nun meine für mich zumindest deutlich harmonischere Interpretation. Was sagt ihr?


Kanalgemixt,
Powl

An apple a day… (Demonstration eines schlechten Bokehs)

…keeps the doctor away. Ein zu diesem grippeprovozierenden Schmuddelwetter nicht ganz unbedeutender Rat. Schaut man aus dem Fenster, ist alles irgendwie grau und blass – erinnern wir uns doch lieber an schöne Spätsommertage mit folgenden Fotos 🙂

Das Foto von dem Apfel habe ich irgendwo in Mecklenburg aufgenommen. Wie man sieht, habe ich eine recht offene Blende (f/2,8) verwendet, damit die gesunde Köstlichkeit vom Hinter- und Vordergrund freigestellt wird. Zusätzlich wurde im Nachhinein ein Warmfilter eingesetzt, um die Farben – jetzt kommt’s! – wärmer zu machen. Den unscharfen Bereich im Hintergrund nennt man „Bokeh“ – ein schönes Bokeh hat gewöhnlich keine scharfen Ränder bei den Spitzlichtern (was hier leider ein wenig zu sehen ist). Es gibt viele wissenschaftliche Abhandlungen zum Thema „Bokeh“. Das wichtigste: Ein schönes Bokeh soll ruhig und vor allem gleichmäßig wirken und nicht vom scharfgestellten Subjekt ablenken. Meist erkennt man an der Qualität des Bokehs auch die Güte des verwendeten Objektivs – natürlich heißt es hier oftmals: Je teurer das Objektiv, desto schöner das Bokeh, denn umso runder ist in der Regel die Blendenöffnung. Hochwertige Objektive haben mehr Blendenlamellen (z.B. acht), was sich positiv auf das Bokeh auswirkt.

Man kann übrigens auch an der Form der unscharf abgebildeten Spitzlichter erkennen, wie viele Blendenlamellen das Objektiv besitzt. Ein Sechseck bedeutet demnach, ein Objektiv mit sechs Blendenlamellen wurde verwendet. (Das gilt analog für Unschärfebereiche in Filmen/Fernsehsendunge – probierts aus!)

Nun gut, so viel zur Technik 😉 Mit dabei sind noch zwei Close-Ups aus dem spanischen Bunyola.

In der Architektur-Galerie ist übrigens noch etwas dazugekommen 😀

Natürlich,
Powl


Ein paar ältere Fotos..

…haben eben noch den Weg in die Galerien gefunden. Eine Landschaftsaufnahme von Puerto d’Alcùdia, sowie eine gähnende Katze 😀

Nebensächlich,
Powl

Nachtschwärmerei…

…am Lustgarten. Eigentlich wollte ich die durch die untergehende Sonne magentafarben gefärbten Wolken mit dem Berliner Dom auf ein Bild bannen. Leider kam ich etwas zu spät, doch für ein paar passable Langzeitbelichtungsaufnahmen bei Dunkelheit hat es dennoch gereicht.

Fotografiert wurde zwischen 10 und 20mm (16-32mm KB-äquivalent), natürlich mit Stativ (bei Belichtungszeiten von bis zu 25s (!) gar nicht anders möglich. Die Blende habe ich ziemlich weit geschlossen (f/9-11), um möglichst hohe Tiefenschärfe zu erzeugen – d.h. nahe und entfernte Elemente des Bildes werden scharf abgebildet. Damit keinerlei Vibrationen diese Schärfe beeinträchtigen können, habe ich mit Spiegelvorauslösung und 2s Selbstauslöser gearbeitet. Bei aktivierter Spiegelvorauslösung mit Selbstauslöser klappt der Spiegel etwa 2s vor Aufnahme hoch, erst dann öffnet sich der Verschlussvorhang und die „Belichtung“ des Sensors beginnt. Dies hat den Vorteil, dass die durch den Spiegelschlag erzeugten Vibrationen in Ruhe ausklingen können und sich nicht auf das Bild auswirken.
Das klingt jetzt sehr theoretisch, doch die Ergebnisse sind deutlich messbar.
Bei Zeiten werde ich für den Fotografiebereich einen Artikel zu diesem Thema verfassen.

Ultraweitwinkel, hier also 16-32mm, soll bzw. kann aus physikalischen Gründen nicht die Realität abbilden, es ist vielmehr ein künstlerisches Mittel. Man kommt zwar schon sehr nah an den Blickwinkel des Menschen (ca. 180°) heran. Aber unsere Augen sind nun mal bekanntlich rund, das Foto, was man hier auf der Seite oder sonst wo betrachten kann, ist eben. Verzerrungen sind also gottgegeben und nicht vermeidbar (auch wenn es diverse Programme gibt, die solche herausrechnen können – aber ich möchte hier nicht den Rahmen sprengen 😉 ).

Nun gut, lange Rede, hier die Fotos 😀




Nachtaktiv,
Powl

PS: Vielleicht kann mir noch jemand erklären, warum sich die Farben der Ampel rot-gelb-grün beim 3. Bild in ein BLAU (!?) vermischt haben…?! Weder bei additiver noch bei subtraktiver Farbmischung macht das Sinn… oder?

Shooting mit dem…

…Robert „WANTED-Topkomparse-und-Infiltrator“ Bartels. Dieses Wochenende habe ich endlich die Zeit gefunden, Roberts Fotos durch Photoshop zu jagen. Wir hatten auch Fotos vor weißem Hintergrund gemacht, diese waren aber nicht so schön – scheinbar wirken blonde Haare und helle Hautfarbe vor schwarzem Hintergrund eindrucksvoller. Die Photoshop-Korrekturen erstreckten sich von selektiver Farbkorrektur (die ursprünglichen Bilder waren irgendwie gelbstichig) bis zu einer zarten Entsättigung, natürlich inklusive dem ganzen Beauty-Pipapo 🙂

Fotografiert wurden die Portraits natürlich mit 50mm (Objektiv: Canon EF 50mm 1,8), mit Blende f/3,2 – diese erzeugt die geringe Tiefenschärfe. Wer genau hinschaut, erkennt: die Haare im Hintergrund sind schon unscharf. Als Beleuchtung diente ein funkfernausgelöster Canon 430EX (mit Butterbrotpapier etwas diffuser gemacht ^^) , etwas Tageslicht sowie ein 102cm-Faltreflektor (silber).

Und das ist dabei herausgekommen:




Endlich menschlich,

Powl

Juchu! radareins.de ist endlich…

…ONLINE (so ganz offiziell!)! Also das heißt einfach nur, man muss keine elendig langes Domainratatouille eintippen.. ein edel galantes radareins.de genügt ab sofort.

Heute gibt es einen Blick auf Berlin vom Daimler-Gebäude am Potsdamer Platz aus. Ein wunderbar sonniger, wenn auch knackig kühler Herbsttag, der dank absolut klarer Luft so einen unglaublich weiten Blick ermöglichte.

Ich kann jedem nur empfehlen, mal auf das Daimler-Gebäude zu gehen – der Eintritt liegt bei 2,50€ ermäßigt und zudem fährt man mit dem schnellsten Aufzug Europas in wenigen Sekunden die 120m hinauf. Leider verdeckt momentan (!) das DB-Gebäude die Sonne beim Untergehen.. vielleicht finde ich ja noch eine Möglichkeit, auf dieses herauf zu kommen – ein wunderschöner Sonnenuntergang von dort ist garantiert.

Die Blende war bei f/11, ISO100, Brennweite 17mm (23mm Kleinbild-Äquivalent). Wieder handelt es sich um eine Belichtungsreihe, die anschließend zusammengefügt wurde, ohne Stativ. Auch wenn es taghell war, erzeugte die Sonne so scharfe Kontraste, dass das Histogramm bei normaler Belichtung links und rechts (also im dunklen und hellen Dynamikbereich) abgeschnitten wurde – DAS sollte eigentlich ein Totschlagargument für alle HDR-Hype-Gegner sein 🙂

Die nächsten Fotos werden aus der Kategorie Portrait kommen, momentan bin ich noch am Nachbereiten; das Shooting mit Robert und Semra hat auf jeden Fall ein paar tolle Aufnahmen gebracht.


Frische Luft atmend,

Powl